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7 Must-Haves zum Leben im Internet

Blogger, Googler, Tweeter oder einfach alle Menschen die es jeden Tag mit dem Internet leben, im Internet leben oder es einfach nur zum arbeiten brauchen sind darauf angewiesen die Masse an Informationen zu bewältigen. Die Informationen die wir alle im Internet bekommen sind zwar für alle Zeit verfügbar aber nicht selten stehen wir vor der Frage: “Wo hab ich das nochmal gelesen oder gesehen?”.
Auf welchen Seiten bewegen wir uns täglich, wo verbringen wir die meiste Zeit und was ist dort los? Ich persönlich bin den ganzen Tag online. In der Früh aufstehen, Emails am iPhone checken und die neuesten Tweets bei Twitter lesen. Dabei Favoriten markieren, Spam löschen und der Tag kann beginnen. Im Bad die Tagesschau auf dem iPad an um zu sehen was man im TV “verpasst” hat… weiter zu Facebook.

1. Facebook
Facebook bedarf keiner Einführung, jeder kennt und benutzt es. Wer es nicht kennt wird auch meinen Blog nie lesen Ich persönlich bin jeden Tag sehr oft auf Facebook. Zum einen sehr sehr oft für wenige Sekunden um zu sehen was es Neues gibt und ausschließlich mit privater Motivation. Facebook ist definitiv meine Community in der es nicht ums Geschäft geht. Weder meine echten Freunde noch der Rest interessieren sich für Produkte und Dienstleistungen die irgendjemand gerne verkaufen möchte und Facebook als die riesen Werbechance sieht. Zum anderen realisieren wir (Videri Concept) für unsere Kunden Social Media Kampagnen, Facebook-Ads, Facebook-Apps und alles was der Social Graph so hergibt. Wir machen dort übergreifen die selben Erfahrungen. Facebook ist keine Community die man zu etwas zwingen kann. Facebook ist nicht mehr als ein Tool, das es seinen Mitglieder ermöglicht ihr soziales Leben zu organisieren. Facebook vereinfacht die Kommunikation für alle. Die Community war schon vorher da, denn wir alle haben Freunde, Termine und Neuigkeiten.
Auf einer Konferenz in Davos, Schweiz, fragte der Chef einer großen Nachrichtenagentur Mark Zuckerberg euphorisch nach seinem Geheimnis: ” [Mark] Please, the pubisher beseeched him, how can my publication start a community like yours? We should own a community, shouldn’t we? Tell us how.”
Die Zuhörerschaft wartete gespannt auf die Antwort um endlich den vielleicht entscheidenden Tip zu bekommen die eigene Community zu gründen. Umso passender war die Antwort von Mark: “You can’t.”
Die Botschaft könnte klarer nicht sein. Facebook ist nicht die größte Community der Welt. Facebook ist das beste Werkzeug für Freunde und dessen Freundeskreise um sich zu organisieren. Die Größe von Facebook basiert einzig auf der Tatsache, das es für jederman kostenlos ist und die Mitgliedschaft einen Vorteil hat: Einfache, schnelle (und unpersönliche) Kommunikation bei der jeder den Grad der Öffentlichkeit selbst bestimmen kann und zudem eine Bühne bekommt um sich dem Freundeskreis unabhängig vom Ort des Geschehens zu präsentieren.
Wirklich spannend ist die Lage für Facebook selbst. Wie kann Facebook es schaffen aus den Informationen des “Social Graph” Geld zu bekommen? Facebook lebt von Netzwerkeffekten die nur auftreten solange die Nutzung kostenlos ist. Eine Möglichkeit: Die gezielte Bewerbung der Mitglieder mit Werbung. Aktuell ist meiner Meinung nach die Performance von Werbeanzeigen auf Facebook im Vergleich zu anderen Werbeplattformen zu schlecht. Obwohl die Reichweite riesig ist und das Targeting für Werbefachleute ein Traum; die Zielgruppe möchte für Facebook noch zu wenig beworben werden.
Sollte es Facebook nicht schaffen ohne seine Investoren eigenständig Profit zu erwirtschaften könnte es der Fall sein, dass es Facebook irgendwann nicht gibt. Für mich nicht ausgeschlossen.

2. Twitter
Der nächste Riese… Twitter.

Facebook vs. Twitter

Quelle:
http://bit.ly/Twitter-Facebook-Infografik von www.digitalsurgeons.com

Twitter ist mit mehr als 100 Millionen Usern weltweit eine der größten Communities. Ich bin schon länger Mitglied bei Twitter als bei Facebook und finde die Entwicklung (in Deutschland) seit Facebook seinen Siegeszug angetreten hat durchweg positiv. Twitter ist nicht verwässert von privatem “blabla” und gibt mir die Möglickeit Leuten zu folgen ohne mit Ihnen befreundet zu sein. Das Resultat das einem Twitter liefert ist so deutlich professioneller, informativer und unmittelbarer.
Auch die Möglichkeit mit “Short-Tag’s” mit anderen zu kommunizieren ist wirklich eine Bereicherung. Auf keinem Weg bekomme ich schneller wertvolle Informationen als über Twitter. Wobei ich feststelle, dass die deutschsprachige Community nicht die Qualität und die Masse der Informationen liefert. Der englischsprachige Part ist hier um Jahre voraus. Es kommt mir oft so vor als wäre die Entwicklung in Deutschland um mindestens 2-3 Jahre hinter den USA hinterher. Die Bereitschaft Informationen zu teilen, zu kommentieren und Informationen zu schaffen ist in den USA viel größer als bei uns… eigentlich schade.

3. Google
Die Wichtigkeit von Google ist unglaublich; die Alltäglichkeit auch. Wir benutzen es alle jeden Tag um Informationen im Internet zu finden. Nicht selten glauben Menschen (wirklich!!!), Google sei das Internet. Die Informationen die wir über Google bekommen, egal ob bezahlt oder unbezahlt, sind durchweg gut. Als selbsternanter SEO-Ninja hat Google meine volle Aufmerksamkeit. Die Möglichkeiten die einem neben der reinen Google-Suche geboten werden sind groß aber weitestgehend unbekannt. Tools wie:
Google Insights for Search
Google Trends
Google Analytics
Google Webmastertools
Google Sitespeed
Google Places
Google Merchant Center
und viele mehr
…sind bei mir in der alltäglichen Benutzung. So ist Google der Informationsgarant nach Themen und nicht nach Personen, denn dafür gibt es ja Twitter.

4. Blog’s
Egal ob per Bookmark oder im RSS-Feed: Jeder sollte seine eigenen Seiten haben die er regelmäßig besucht um sich zu informieren. Für mich sind Ressourcen wie das Smashing Magazine, Engadget,Wired & SEOmoz auf der Tagesordnung. Zum einen wegen den Artikeln die von den namhaften Usern geteilt werden und zum anderen (vorallem) wegen der Diskussion die sich unter den Themen ergibt. Der Mehrwert der sich aus den Diskussionen ergibt ist riesig; nach 30+ gelesenen Kommentaren hat man echt eine Grundlage zu einem bestimmten Thema denn es wird aus allen Blickwinkeln bearbeitet.

5. Deine Community
Meine Community ist SEOmoz. Die definitiv beste SEO-Community da draußen. Nirgendwo gibt es mehr Spezialisten, bessere Tips, nützliches Know-How, wertvolle Tools und die Möglichkeit die eigenen Kampagnen zu analysieren. Eine Community wie SEOmoz sollte sich jeder suchen; leider gibt es nicht für jedes Thema eine professionelle Anlaufstelle.

6. XING / LinkedIn
In deutschsprachigen Raum ist es XING (früher OpenBC), im englischsprachigen Raum LinkedIn. XING richtet sich an alle berufstätigen Netzwerker die sich ebenfalls in Gruppen organisieren und Nachrichten schreiben. Über seinen Status kann man sich seinen Kontakten (analog zu Freunden bei Facebook) mitteilen. Inzwischen ist XING von Vertrieblern, Vertretern und Headhuntern übersäht. Die Plattform hat den Zeitgeist verschlafen und bieten keinen Mehrwert für niemanden (meiner Meinung nach). Es gibt schlichtweg keinen Grund für mich und meine Freunde XING zu besuchen weil aus dem Besuch kein Nutzen resultiert. Wer also zu jenen Vertrieblern oder Headhunter gehört kann sicherlich hier ein Publikum erwarten. Auch wenn es nur um Erfahrungsaustausch geht.
@XING: Ihr solltet euch überlegen euer Profil zu schärfen und die Qualität des Contents anzuheben. Im Moment gibt es viel zu viele Anfragen nach dem Motto “Grüß Gott. Ich habe gesehen Sie suchen XYZ. Ich biete zwar ABC aber das könnte ja auch interessant sein. Interesse?” Nein!

7. Trunk.ly
Ein StartUp von Tim Bull aus Australien das einen sehr praktischen Job macht. Trunk.ly vereint Twitter und Facebook als Service; man sieht dort alle verlinkten, getwitterten und geposteten Inhalte beider Plattformen. Zudem kann man auch hier nach dem Twitter-Prinzip Leuten folgen und von deren Links profitieren.
Trunk.ly hat mir schon oft “das Leben gerettet” auf der Suche nach Inhalten die irgendwo und irgendwann auf den Pinnwänden standen.

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